Planen Sie Außenlifte immer für den „schlechtesten Tag“ – also Regen, Dunkelheit, Kälte und eingeschränkte Beweglichkeit. Wenn es dann funktioniert, funktioniert es immer.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Außenlifte sind keine Innenlifte für draußen, sondern eigenständige, robuste Systeme
- Wetterfestigkeit betrifft Material, Elektrik und Sicherheitstechnik
- Ein fester Stromanschluss und Notfallfunktionen sind Pflicht
- Rutschschutz, Beleuchtung und Absicherung sind draußen besonders wichtig
- Außenlifte sind förderfähig, wenn sie richtig beantragt werden
- Gute Planung verhindert teure Nachrüstungen und Nutzungseinschränkungen
- Die richtige Lösung hängt nicht von den Stufen, sondern von der Nutzungssituation
Wichtig: Ein Außenlift ist kein „Innenlift im Freien“ – er folgt eigenen technischen Regeln.
Jetzt Beratung anfordernViele Häuser sind innen bereits angepasst. Doch die größte Hürde liegt oft draußen: Stufen zum Eingang, ein Hochparterre oder ein abschüssiger Zugang. Außenlifte sind dafür eine spezialisierte Lösung, werden aber häufig unterschätzt oder falsch geplant.
Unterschied Innen- vs. Außenlift
Innenlifte sind für geschützte Umgebungen konzipiert.
Außenlifte müssen deutlich mehr leisten:
Außenlifte im Vergleich zu Innenliften:
- Wetterfestes Material (Regen, Frost, UV-Strahlung)
- Korrosionsschutz & rutschfeste Oberflächen
- Geschützte Elektrik & Sensorik
- Höhere Anforderungen an Fundament & Entwässerung
👉 Fazit: Außenlösungen sind technisch anspruchsvoller und sollten niemals improvisiert werden.
Technische Besonderheiten von Außenliften
Wetterfest & robust?
Ja, wenn richtig geplant. Hochwertige Außenlifte verfügen über:
- Verzinkte oder pulverbeschichtete Bauteile
- Wasserabweisende Elektronikgehäuse
- Frostsichere Antriebe
- Plattformen mit Ablauf und Anti-Rutsch-Belag
Strom & Technik draußen:
- Fester Stromanschluss (kein Provisorium!)
- Not-Stopp & Not-Absenkung
- Geschützte Bedienelemente
- Optional: Wetterschutzdächer oder Abdeckungen
Sicherheit draußen: Ein zentrales Thema
Im Außenbereich wirken zusätzliche Risiken:
Sicherheitsaspekte bei Außenliften:
- Rutschgefahr bei Regen, Schnee oder Laub
- Gute Beleuchtung für Dunkelheit
- Seitenschutz & automatische Klappen
- Sensoren gegen Hindernisse
- Abschließbare Steuerung gegen Fremdnutzung
👉 Gerade bei öffentlich einsehbaren Eingängen ist Sicherheit essenziell.
Planung & Installation: Darauf kommt es wirklich an
Vor der Entscheidung klären:
- Wie viele Stufen / welche Höhe?
- Gerade Strecke oder Podeste?
- Platz vor und nach dem Lift?
- Nutzung mit Rollstuhl, Rollator oder Begleitperson?
Typische Planungsfehler:
- Zu wenig Platz einkalkuliert
- Entwässerung vergessen
- Keine Zukunftsplanung (Pflegebedarf)
- Fördermöglichkeiten nicht geprüft
Merksatz: Außenlifte werden nicht „eingebaut“, sondern konzipiert.
Förderungen für Außenlösungen
Gute Nachricht:
👉 Außenlifte sind grundsätzlich förderfähig, z. B. als Maßnahme zur Barrierereduzierung.
Möglich sind u. a.:
- Pflegekassenzuschüsse
- Regionale Förderprogramme
- Zuschüsse für altersgerechtes Wohnen
⚠️ Wichtig: Förderungen müssen vor Auftragserteilung beantragt werden.