Zuletzt bearbeitet:

January 28, 2026

Autor:

Patrick Berg

Wenn die Barriere vor der Haustür beginnt

Planen Sie Außenlifte immer für den „schlechtesten Tag“ – also Regen, Dunkelheit, Kälte und eingeschränkte Beweglichkeit. Wenn es dann funktioniert, funktioniert es immer.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Außenlifte sind keine Innenlifte für draußen, sondern eigenständige, robuste Systeme
  • Wetterfestigkeit betrifft Material, Elektrik und Sicherheitstechnik
  • Ein fester Stromanschluss und Notfallfunktionen sind Pflicht
  • Rutschschutz, Beleuchtung und Absicherung sind draußen besonders wichtig
  • Außenlifte sind förderfähig, wenn sie richtig beantragt werden
  • Gute Planung verhindert teure Nachrüstungen und Nutzungseinschränkungen
  • Die richtige Lösung hängt nicht von den Stufen, sondern von der Nutzungssituation

Wichtig: Ein Außenlift ist kein „Innenlift im Freien“ – er folgt eigenen technischen Regeln.

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Viele Häuser sind innen bereits angepasst. Doch die größte Hürde liegt oft draußen: Stufen zum Eingang, ein Hochparterre oder ein abschüssiger Zugang. Außenlifte sind dafür eine spezialisierte Lösung, werden aber häufig unterschätzt oder falsch geplant.

Unterschied Innen- vs. Außenlift

Innenlifte sind für geschützte Umgebungen konzipiert.
Außenlifte müssen deutlich mehr leisten:

Außenlifte im Vergleich zu Innenliften:

  • Wetterfestes Material (Regen, Frost, UV-Strahlung)
  • Korrosionsschutz & rutschfeste Oberflächen
  • Geschützte Elektrik & Sensorik
  • Höhere Anforderungen an Fundament & Entwässerung

👉 Fazit: Außenlösungen sind technisch anspruchsvoller und sollten niemals improvisiert werden.

Technische Besonderheiten von Außenliften

Wetterfest & robust?
Ja, wenn richtig geplant. Hochwertige Außenlifte verfügen über:

  • Verzinkte oder pulverbeschichtete Bauteile
  • Wasserabweisende Elektronikgehäuse
  • Frostsichere Antriebe
  • Plattformen mit Ablauf und Anti-Rutsch-Belag

Strom & Technik draußen:

  • Fester Stromanschluss (kein Provisorium!)
  • Not-Stopp & Not-Absenkung
  • Geschützte Bedienelemente
  • Optional: Wetterschutzdächer oder Abdeckungen

Sicherheit draußen: Ein zentrales Thema

Im Außenbereich wirken zusätzliche Risiken:

Sicherheitsaspekte bei Außenliften:

  • Rutschgefahr bei Regen, Schnee oder Laub
  • Gute Beleuchtung für Dunkelheit
  • Seitenschutz & automatische Klappen
  • Sensoren gegen Hindernisse
  • Abschließbare Steuerung gegen Fremdnutzung

👉 Gerade bei öffentlich einsehbaren Eingängen ist Sicherheit essenziell.

Planung & Installation: Darauf kommt es wirklich an

Vor der Entscheidung klären:

  • Wie viele Stufen / welche Höhe?
  • Gerade Strecke oder Podeste?
  • Platz vor und nach dem Lift?
  • Nutzung mit Rollstuhl, Rollator oder Begleitperson?

Typische Planungsfehler:

  • Zu wenig Platz einkalkuliert
  • Entwässerung vergessen
  • Keine Zukunftsplanung (Pflegebedarf)
  • Fördermöglichkeiten nicht geprüft

Merksatz: Außenlifte werden nicht „eingebaut“, sondern konzipiert.

Förderungen für Außenlösungen

Gute Nachricht:
👉 Außenlifte sind grundsätzlich förderfähig, z. B. als Maßnahme zur Barrierereduzierung.

Möglich sind u. a.:

  • Pflegekassenzuschüsse
  • Regionale Förderprogramme
  • Zuschüsse für altersgerechtes Wohnen

⚠️ Wichtig: Förderungen müssen vor Auftragserteilung beantragt werden.